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ACEA Association des Constructeurs Europeéns d’Automobiles ist die Nachfolgeorganisation von CCMC . ACEA setzt auf dem Gebiet der Betriebsstoffe die Arbeiten des CCMC fort. Die zuletzt gültigen CCMC-Spezifikationen G4, G5, D4, D5 und PD2 sind seit dem 01.01.1997 nicht mehr gültig. Die z.Z. gültigen Spezifikationen sind: |
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ACEA hat folgende Mitglieder: BMW AG, DAF N.F., Mercedes-Benz AG, Fiat Auto S.P.A., Ford of Europe Inc., General Motors Europe AG, MAN Nutzfahrzeuge AG, Porsche AG, Peugeot, Renault, Rolls-Royce Motor Cars Ltd., Rover Group Ltd., Saab-Scania AB, Volkswagen AG und Volvo AG. Altöl a) ist gebrauchtes Schmieröl, daß beim Einsatz durch Alterung, Verunreinigung usw. zur Weiterverwendung als spezielles Schmieröl ungeeignet geworden ist; evtl. nach Reinigung für untergeordnete Schmierstellen mit Verlustschmierung noch verwendbar b) in dem Gesetz über die "Vermeidung und Entsorgung von Abfällen" (Abfallgesetz-AbfG) vom 27. August 1986, § 5a Altöle, steht: Altöle sind gebrauchte halbflüssige oder flüssige Stoffe, die ganz oder teilweise aus Mineralöl oder synthetischen Ölen bestehen, einschließlich ölhaltiger Rückstände aus Behältern, Emulsionen und Wasser-Öl-Gemischen. 1) Altöle, die in einer Zweitraffination wieder aufgearbeitet werden können, z.B. gebrauchte Verbrennungsmotoren- und Getriebeöle, mineralische Maschinen-, Turbinen- und Hydrauliköle sowie andere Altöle, soweit sie nicht mehr als 20 mg/kg PCB (bestimmt als 4 mg/kg PCB mittels festgelegtem Untersuchungsverfahren) oder 2 g/kg Gesamthalogen enthalten 2) Altöle, wie z.B. Metallbearbeitungsöle und Isolieröle auf Mineralölbasis, die mit höheren Schadstoffgehalten verunreinigt sind, aber in zugelassenen Anlagen – die den Vorschriften des Bundes-Immissionsschutz-Gesetzes entsprechen – verbrannt werden dürfen 3) Altöle, die als Sonderabfall entsorgt werden müssen, wie z.B. Kleinmengen unbekannter Herkunft und alle aus dem Untertagebau stammenden Hydraulikflüssigkeiten sowie andere gebrauchte Öle, soweit sie nicht den Gruppen 1 und 2 angehören – siehe AbfG – Benzin Benzine sind Kohlenwasserstoffe des Erdöles, die im Siedebereich von ca. 25 °C bis ca. 215 °C liegen. a) Rohbenzine (Naphtha) sind bestimmte Destillate des o.a. Siedebereiches. Sie sind Ausgangsprodukte für die Petrochemie. Durch thermische Spaltung (Pyrolyse) entstehen Zwischenprodukte, wie z.B. Ethylen, Propylen, Buten (Butylen) usw. b) Spezial- und Testbenzine für verschiedenste Anwendungsgebiete wie: Petrolether als Extraktionsmittel für analytische Zwecke: DIN 51630 c) Motorenbenzine (im Sprachgebrauch) nach spezieller Raffinerietechnik hergestellte Ottokraftstoffe (Vergaserkraftstoffe) zur Verwendung in Ottomotoren. Dieses sind ketten- und ringförmige Kohlenwasserstoffgemische mit einem Siedebereich von ca. 35 °C bis 215 °C. Ottokraftstoffe sind spezifiziert nach DIN EN 228. d) Flugturbinenkraftstoffe sind Kraftstoffe für Strahltriebwerke (Düsen, Turbinen) mit bestimmten Siedebereichen und speziellen Anforderungen, z.B.: DIN 51403, 51415, 51 421 und 51799 sowie JP 1, 4, 5 und 8 e) Flugkraftstoffe sind Flugbenzine für Flugzeuge mit Kolbenmotoren – überwiegend für Sportflugzeuge – mit speziellen Anforderungen: DIN 51415 und 51421
CCMC Zusammenschluß der europäischen (EG) Automobilhersteller. Destillation bei der Destillation von Rohölen und Mineralölvorprodukten werden die verschiedenen Kohlenwasserstoffgemische in Fraktioniertürmen nach Verdampfung und nachfolgender Kondensierung, d.h. physikalischer Trennung, in bestimmte Siedebereiche (Fraktionen) aufgeteilt. Es werden zwei Destillationsarten unterschieden: a) Atmosphärische Destillation – das bis auf max. 360 °C aufgeheizte Rohöl wird in den Fraktionierturm eingeleitet. Die nach oben strömenden Kohlenwasserstoffgase kondensieren dann in übereinander angebrachten Glockenböden. Mehrere Glockenböden, sogenannte Fraktionen (Siedebereiche), werden dann zusammengefaßt abgezogen. Die Produkte der atmosphärischen Destillation sind: Leicht- und Schwerbenzin, Petroleum, leichtes und schweres Gasöl sowie ein Rückstand b) Vakuumdestillation – der Rückstand der atmosphärischen Destillation wird auch auf ca. 360 °C erhitzt und in einen Fraktionierturm (Vakuumdestillationskolonne) mit Vakuum geleitet. Die Produkte sind verschiedene Schmieröldestillationsfraktionen, wie z.B. Spindelöle leicht und schwer, Maschinenöle leicht und schwer, Zylinderöle sowie ein Vakuumrückstand zur Herstellung von Brightstock, Bitumen, schwerem Heizöl usw.
Erdöl im Erdinnern in porösen Speichergesteinen (Erdöllagerstätten), aus tierischen und pflanzlichen Fetten mittels Temperatur und Druck sowie katalytischen Wirkungsmechanismen entstandenes Kohlenwasserstoffgemisch mit geringen Anteilen an Sauerstoff, Schwefel, Stickstoff und Metallen; man unterscheidet paraffinbasisches, naphthenbasisches und gemischtbasisches Erdöl Festschmierstoff wird meist nur für Schmierungsaufgaben unter extremen Bedingungen (z.B. beim Betrieb im Mischreibungsgebiet) eingesetzt und benötigt. Die bekanntesten Festschmierstoffe sind Graphit, Molybdändisulfid, verschiedene Kunststoffe (z.B. Polytetrafluorethylen), Schwermetallsulfide usw. Die Verwendung erfolgt direkt als Pulverform, in Suspensionen, Pasten, Metallfilmen, Lacken und Kunststoffen. Bestimmung der Festschmierstoffe: DIN 51831 T 1/T 2, 51832
Gefahrklasse Einteilung der brennbaren Flüssigkeiten nach folgenden Gruppen
Gruppe A: Flüssigkeiten, die einen Flammpunkt nicht über 100 °C haben und hinsichtlich der Wasserlöslichkeit nicht die Eigenschaften der Gruppe B aufweisen, und zwar Gefahrklasse I: Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt unter 21°C: DIN 51755 Gefahrklasse II: Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt von 21 bis 55 °C: DIN 51755 Gefahrklasse III: Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt von über 55 bis 100 °C: DIN 51758 Gruppe B: Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt unter 21 °C, die sich bei 15 °C in jedem beliebigen Verhältnis in Wasser lösen oder deren brennbare flüssige Bestandteile sich bei 15 °C in jedem beliebigen Verhältnis in Wasser lösen. Vorschriften von brennbaren Flüssigkeiten (VbF) für Lagerung, Transport, Kennzeichnung usw. beachten Heizöl ist ein flüssiger Brennstoff, der für den Betrieb von unterschiedlichen Feuerungsanlagen und Brennzwecken geeignet sein muß. Heizöl EL ist ein extra leichtflüssiger Brennstoff, der aus Kohlenwasserstoffen (Mitteldestillat) besteht. Kohlenwasserstofflösliche Wirkstoffe können enthalten sein: DIN 51603 T 1 Heizöl L, T und M sind flüssige Brennstoffe aus Erdöl, Schieferöl, Steinkohlen- oder Braunkohlenteeren: DIN 51603 T 2 Heizöl S ist ein schwerflüssiger Brennstoff aus der Verarbeitung von Mineralöl- und Mineralölprodukten: DIN 51603 T 3 Heizöl ZT und C sind flüssige Brennstoffe aus der Verarbeitung von Schieferöl, Aromatenfraktionen, Steinkohlen- und Braunkohlenteeren: DINE 51603 T4 Heizöl SA ist ein schwerflüssiger schwefelarmer Brennstoff aus der Verarbeitung von Mineralöl und Mineralölprodukten
Heizwert H (Hu), Wärmemenge (Energiemenge: J/g; kJ/kg; kJ/m3), die durch die Verbrennung eines Stoffes frei wird – siehe Tabelle –: Der Unterschied zum Brennwert ist nur vom Wasserstoffgehalt abhängig. Das bei der Verbrennung entstandene Wasser verläßt beim Brennwert die Feuerung flüssig und beim Heizwert dampfförmig. DIN 5499; DIN 51900 T 1/T 2/T 3 Hydrauliköl alterungsbeständige, dünnflüssige, nichtschäumende, hochausraffinierte Druckflüssigkeit aus Mineralöl und/oder Syntheseöl mit tiefem Stockpunkt für den Einsatz in Hydraulikanlagen, vorwiegend mit hydrostatischem Antrieb; sie dürfen in Hydraulikanlagen mit hydrodynamischem Antrieb verwendet werden, soweit sie den Anforderungen dieser Antriebe entsprechen HL sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes und der Alterungsbeständigkeit: DIN 51524 T 1 HLP sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit sowie zur Verminderung des Freßverschleißes im Mischreibungsgebiet: DIN 51524 T 2, VDMA 24318 HVLP sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit, zur Verminderung des Freßverschleißes im Mischreibungsgebiet sowie zur Verbesserung des Viskositäts-Temperatur-Verhaltens: DIN 51524 T 3 HLPD sind Hydrauliköle mit detergierenden Zusätzen ISO-Klassifikation für Schmierstoffe, Industrieöle und verwandte Erzeugnisse (Klasse L) diese Klassifikation besteht aus 18 Familien, denen die Erzeugnisse entsprechend ihrer Anwendung so zugeordnet sind, daß – soweit wie möglich – alle Anwendungsfälle für Schmierstoffe, Industrieöle und verwandte Erzeugnisse erfaßt sind; übersicht in DIN ISO 6743 Teil 0 Gegenüberstellung der Familien-Kennbuchstaben nach ISO 6743/0 und der Kennbuchstaben nach DIN 51502
Klopffestigkeit sie gibt das Verhalten (Widerstand) eines Ottokraftstoffes gegen Selbstentzündung bei der Verbrennung im Motor an: DIN 51756 T 1 bis T 6, ROZ (Research-Oktanzahl), MOZ (Motor-Oktanzahl), FOZ (Front-Oktanzahl), SOZ (Straßen-Oktanzahl) Kohlenwasserstoff chemische Verbindung (Molekül), die überwiegend aus den Elementen Kohlenstoff und Wasserstoff besteht; Paraffine (Alkane), Naphthene (Cykloalkane), Aromaten, Olefine (Alkene, Alkine), Komplex-Kohlenwasserstoffe usw. Kühlschmierstoff Schmierstoff zum Kühlen und Schmieren beim Trennen und teilweise beim Umformen von Werkstoffen; DIN 51385 teilt ein in Kühlschmierstoff
a.Emulgierbarer Kühlschmierstoff
Prüfung der Korrosionsschutzeigenschaften: DIN 51360 T 1/2; Beständigkeit der Emulgierbarkeit: DIN 51367; Bestimmung des mit Säure abscheidbaren Anteils: DIN 51368, pH-Wert: DIN 51369 Leichtlauf-Öl KFZ-Motoren- oder Getriebeöle, die gegenüber konventionellen, z.B. 15W-40 Motorenölen oder 80W-90 Getriebeölen im Betrieb durch Reibungsverminderung Kraftstoff einsparen, ein besseres Anspringen der Motore im Tieftemperaturbereich ermöglichen und eine schnellere Durchölungszeit bei den verschiedenen Aggregaten gewährleisten. Sogenannte Fuel-Economy-Öle bzw. Fuel Efficient Oils. Die Reibungsverminderung kann erreicht werden durch Herabsetzen der Viskosität, Verwendung bestimmter synthetischer Grundöle und/oder den Zusatz von reibungsvermindernden Wirkstoffen. Anforderungen an Leichtlaufmotorenöle gemäß ACEA-Spezifikation A1, B1, E1, API in Verbindung mit EC - Anforderungen) Mehrbereichs-Motorenöl und -Getriebeöl Schmieröl, das durch sehr gutes Viskositäts-Temperatur-Verhalten für den ganzjährigen Einsatz in Kraftfahrzeugen gedacht ist; es überdeckt mehrere SAE-Klassen, für Mehrbereichs-Motorenöle: 5W-30; 10W-30; 10W-40; 15W-40; 15W–50 usw., VI ca. 130 bis 170; für Mehrbereichs-Getriebeöle: 75W-90; 80W-90; 85W-140 usw., VI ca. 115 bis 170
Mehrzwecköle dieses sind Industrieschmierstoffe, die durch spezielle Additivierungen die Anforderungen verschiedener Werkzeugmaschinen-Aggregate genauso erfüllen, wie die Anforderungen, die an Schneidöle usw. zu stellen sind. Sie können daher, sofern die Aggregateanforderungen erfüllt werden, als Getriebeöle, Bettbahnöle, Schneidöle, Hydrauliköle in Zentralschmieranlagen usw. eingesetzt werden
Mehrzweckgetriebeöle können für Schalt-, Zusatz-, Hypoidgetriebe usw. in Kraftfahrzeugen, Traktoren und Baumaschinen eingesetzt werden, sofern sie die geforderten MIL-Spezifikationen bzw. API-Klassifikationen erfüllen; gute Verträglichkeit der verschiedenen Wirkstoffe (Additive) mit Dichtungen, Buntmetallen usw. muß gegeben sein Oktanzahl (OZ) sie ist eine Maßzahl für die Klopffestigkeit eines Ottokraftstoffes, kennzeichnet das Verhalten des Kraftstoffes bei der Verbrennung im Motor. Ausreichende Klopffestigkeit eines Kraftstoffes ist die Voraussetzung für einen normalen Verbrennungsablauf – siehe Klopffestigkeit –; Bezugskraftstoffe sind: n-Heptan mit OZ = 0 und Iso-Oktan mit OZ = 100, Bestimmung: DIN 51756 T 1 bis T 6 Polyalphaolefine (PAO) sind synthetische Kohlenwasserstoffe (spezielle Iso-Paraffine mit kurzen Haupt- und langen Seitenketten), die mittels Hydrocracking-Verfahren aus Paraffin-Gatsch unter Verwendung einer bestimmten Katalysator-Technologie (Polymerisation und Copolymerisation von niederen Olefinen) hergestellt werden Raffination die Kohlenwasserstoffe enthalten nach Destillation und Vakuumdestillation noch Verbindungen mit Schwefel, Sauerstoff, Stickstoff sowie andere Verunreinigungen; diese werden bei nachfolgender Raffination durch chemisch-physikalische Verfahren unter Verwendung von Lösungsmitteln oder Säuren von den Kohlenwasserstoffen getrennt; es wird dadurch eine wesentliche Qualitätsverbesserung erreicht Schlammbildung Alterung von Mineralölen; durch den Einfluß von Luft und Wasser kann es bei Mineralölprodukten zur Bildung von Oxidationsstoffen und zur Polymerisation kommen; bei starkem Anfall werden diese Oxidationsprodukte nicht mehr im Öl dispergiert, fallen aus und bilden Schlamm; bei modernen Magerkonzept-Ottomotoren kann unter bestimmten Voraussetzungen ein schwarzer Schlamm (sogenannter Schwarzschlamm) entstehen. Einflußfaktoren können sein: Motortyp, Betriebsbedingungen, Stickoxidbildung, Kraftstoff, Motorenölkonzeption, Ölwechselintervalle, Ölmenge, Ölverbrauch usw.; für Motorenöle gibt es spezielle motorische Schlammteste Schmierfähigkeit kennzeichnet die Tragfähigkeit des Schmierfilmes eines Schmierstoffes; stets muß sie auf konkrete Bedingungen bezogen werden, wie: Reibungsart, Reibungszustand, Werkstoffpaarung der reibenden Körper, Schmierung der Berührungsflächen, Flächenbelastung, Geschwindigkeit und Temperatur; z.B. ist bei flüssiger Reibung ausschließlich die Viskosität für die Tragfähigkeit maßgebend, bei Grenzreibung dagegen auch die Fähigkeit der Freßverhinderung mit Hilfe von EP-Wirkstoffen; es gibt aus diesen Gründen kein einheitliches Maß für die Schmierfähigkeit Schmierfette sind konsistente Gemische aus Dickungsmitteln und Ölen; man unterscheidet: a) Metallseifen-Schmierfette (Kalk-, Al-, Ba-, Li-, Na-, Pb- und Komplexseifen-Schmierfette usw.), die sich aus Fettsäuren und Laugen als Metallseifen (Dickungs- oder Quellmittel) und Schmierölen zusammensetzen; Metallseifen, Schmieröle und Herstellungsprozeß bestimmen die Struktur, Konsistenz, Gebrauchseigenschaft, Einsatzart usw. b) seifenfreie Schmierfette mit anorganischen Gelbildnern (Kieselgel, Silikagel, Bentonit usw.) oder organischen Dickungsmitteln (Polyethylen, Polypropylen, Polyharnstoffen usw.) und Schmierölen c) synthetische Schmierfette, die sich aus organischen oder anorganischen Dickungsmitteln und Syntheseölen (Ester-, Silikon-, Polyglykol-, Polyphenyletherölen usw.) zusammensetzen Schmierstoffe haben die Aufgabe, bei gleitendem oder rollendem Kontakt zweier sich aufeinander bewegender Punkte, Linien oder Flächen Reibung und Verschleiß zu vermindern; man unterscheidet flüssige, plastisch-feste, feste und gasförmige Schmierstoffe (Schmiermittel) Schmierstoff-Einteilung nach DIN 51502
Synthetische Schmierstoffe sind für besondere technische Anwendungsgebiete und spezielle Anforderungen entwickelt worden. Sie werden bisher meist (mit einigen Ausnahmen) nur für Sonderzwecke verwendet, wie z.B. bei Anforderungen wie Feuerresistenz, Hochtemperaturstabilität, Tieftemperaturverhalten, Resistenz gegen radioaktive Strahlung, Verdampfungsverlust, Oxidationsbeständigkeit (Lebensdauerfüllungen), Hochdruckstabilität, Viskositäts-Temperatur-Verhalten usw. Die Additiv-Ansprechbarkeit der verschiedenen Synthese-Schmierstoffe ist sehr unterschiedlich und führte zur Entwicklung neuer Additiv-Kombinationen, die teilweise nur für bestimmte synthetische Schmierstoffe verwendet werden können. Verwendung finden folgende Synthese-Schmieröle: Polyalkylenglykole, synthetische Kohlenwasserstoffe (z.B. Polyalphaolefine, Dialkylbenzole, Polyisobutylene), Dicarbonsäure- und Polyol-Ester, Phosphorsäure-Ester, Silikone, Polyphenylether, Fluorkohlenwasserstoffe usw. Viskosität (Zähigkeit) ist die Eigenschaft einer Flüssigkeit, der gegenseitigen laminaren Verschiebung (Verformung) zweier benachbarter Schichten einen Widerstand (innere Reibung, Schubspannung) entgegenzusetzen: DIN 1342, DIN 51550, DIN ISO 3104 Die Einheit der Dynamischen Viskosität h ist die Pascalsekunde (Pa · s = 1 Ns/m2) 1 m Pa · s = 10–3 Pa · s = 1 cP Die Einheit der Kinematischen Viskosität n ist mm2/s 1 mm2/s = 1 cSt Unter Einwirkung der Schwerkraft ist die Kinematische Viskosität n das Verhältnis von Dynamischer Viskosität h und Dichte r (d.h. z.B. im Fall des freien Fließens Messung mittels einer Kapillaren) Viskositätsindex (VI) er ist eine rechnerisch ermittelte Zahl einer konventionellen Skala, welche die Viskositätsänderung eines Mineralöl- bzw. Syntheseöl-Erzeugnisses mit der Temperatur charakterisiert. Ein hoher Viskositätsindex kennzeichnet eine geringere Änderung der Viskosität mit der Temperatur als ein niedrigerer Viskositätsindex und umgekehrt. Berechnung des VI aus der kinematischen Viskosität: DIN ISO 2909, ASTM D 2270 Wassergefährdungsklasse (WGK) Die Kommission Bewertung wassergefährdender Stoffe (KBwS) erarbeitete den Katalog wassergefährdender Stoffe. Die Einteilung erfolgt in 3 Wassergefährdungsklassen. Für die Beurteilung werden u.a. die Eigenschaften akute und orale Säugetiertoxizität, akute Bakterientoxizität, akute Fischtoxizität und biologisches Abbauverhalten herangezogen. Weitere Kriterien sind: Die chemisch-physikalischen Eigenschaften, wie z.B. Flüchtigkeit, Löslichkeit, Mischbarkeit und Eliminations- und Verteilungsmechanismen. Am 01. Juni 1999 ist die z.Z. gültige, neue VwVwS (Verwaltungsvorschrift wassergefährdende Stoffe) in Kraft getreten. Die VwVwS bestimmt die Stoffe näher, welche geeignet sind, nachhaltig die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Wasser nachteilig zu verändern. Die VwVwS stuft die Stoffe aufgrund physikalischer, chemischer und biologischer Eigenschaften entsprechend ihrer Gefährlichkeit, in die folgenden Wassergefährdungsklassen (WGK) ein. WGK 3: stark wassergefährdend WGK 2: wassergefährdend WGK 1: schwach wassergefährdend Ist ein Stoff nicht in der Stoffliste der VwVwS einer Wassergefährdungsklasse zugeordnet, ist seine Wassergefährdung mittels einer Punktbewertung über die R-Sätze der Gefahrstoffverordnung zu bestimmen. Jedem anzuwendenden R-Satz ist eine bestimmte Punktzahl zugeordnet. Die sich ergebende Gesamtpunktzahl ist wie folgt den Wassergefährdungsklassen zuzuordnen: 0 bis 4 Punkte: WGK 1, 5 bis 8 Punkte: WGK 2, 9 und mehr Punkte: WGK 3. Darüber hinaus werden einige Stoffe als nicht wassergefährdend eingeordnet, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Zweitakt-Motorenöle für die Schmierung von Zweitakt-Ottomotoren unterscheidet man je nach Motorart, Einsatz, Schmierungssystem, Mischbarkeit, Mischungsverhältnis, Korrosionsschutz, Reinigungswirkung, biologischer Abbaubarkeit usw. folgende Zweitakt-Motorenöle: a) selbstmischende (vorgelöst), b) nicht selbstmischende (nicht vorgelöst) für Frischöl-Automatik (Frischölschmierung) c) Außenbordmotorenöle (Outboardöle). Eingeteilt sind die Zweitaktöle in drei API-Leistungskategorien TA, TB, TC für Mopeds, Motorroller, Motorräder usw. sowie für sonstige Landgeräte Für wassergekühlte Zweitakt-Außenbordmotoren gelten die Leistungskategorien nach API, TD bzw. nach NMMA (National Marine Manufacturers Association) TC-W (bis 1992), TC-W II (ab 1993) und TC-W 3 Darüber hinaus gibt es die JASO Spezifikationen: FA, FB und FC für Motorenöle mit geringer Sulfatasche für luftgekühlte Zweitaktmotoren
bestimmte gebrauchte Schmieröle (Altöle), die in einer Raffinerie zu Zweitraffinaten aufgearbeitet werden (Entwässerung, Reinigung, Destillation, Raffination, Mischung, Additivierung, usw.); können je nach Qualität der Verfahrenstechnik Eigenschaften wie Erstraffinate aufweisen |
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