Kleines Fachwörterbuch

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ACEA
Altöl

Benzin
CCMC

CCMC Motorenöl

Destillation

Erdöl

Festschmierstoff

Gefahrklasse

Heizöl

Heizwert

Hydrauliköl ISO

Klopffestigkeit

Kohlenwasserstoff

Kühlschmierstoff

Leichtlauf-Öl

Mehrbereichs-Motorenöl

Getriebeöl
Mehrzwecköle

Mehrzweckgetriebeöle

Oktanzahl (OZ)

Polyalphaolefine (PAO)

Raffination Schlammbildung

Schmierfähigkeit

Schmierfette

Schmierstoffe

DIN 51502

Synthetische Schmierstoffe

Viskosität

Viskositätsindex (VI)
Wassergefährdungsklasse (WGK)

Zweitakt-Motorenöle

Zweitraffinate


Komplettes Fachwörterbuch "Kurzgefaßtes Mineralölalphabet" gedruckt lieferbar!


ACEA
European Automobile Manufacturers Association

Association des Constructeurs Europeéns d’Automobiles ist die Nachfolgeorganisation von CCMC . ACEA setzt auf dem Gebiet der Betriebsstoffe die Arbeiten des CCMC fort. Die zuletzt gültigen CCMC-Spezifikationen G4, G5, D4, D5 und PD2 sind seit dem 01.01.1997 nicht mehr gültig. Die z.Z. gültigen Spezifikationen sind:


Für Ottomotoren für leichte Dieselmotoren für schwere Dieselmotoren
ACEA A1-98 ACEA B1-98 ACEA E1-96 Issue 2
ACEA A2-96 Issue 2 ACEA B2-98 ACEA E2-96 Issue 2
ACEA A3-98 ACEA B3-98 ACEA E3-96 Issue 2
ACEA B4-98 ACEA E4-98

ACEA hat folgende Mitglieder:

BMW AG, DAF N.F., Mercedes-Benz AG, Fiat Auto S.P.A., Ford of Europe Inc., General Motors Europe AG, MAN Nutzfahrzeuge AG, Porsche AG, Peugeot, Renault, Rolls-Royce Motor Cars Ltd., Rover Group Ltd., Saab-Scania AB, Volkswagen AG und Volvo AG.

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Altöl
Used Oil

a) ist gebrauchtes Schmieröl, daß beim Einsatz durch Alterung, Verunreinigung usw. zur Weiterverwendung als spezielles Schmieröl ungeeignet geworden ist; evtl. nach Reinigung für untergeordnete Schmierstellen mit Verlustschmierung noch verwendbar

b) in dem Gesetz über die "Vermeidung und Entsorgung von Abfällen" (Abfallgesetz-AbfG) vom 27. August 1986, § 5a Altöle, steht: Altöle sind gebrauchte halbflüssige oder flüssige Stoffe, die ganz oder teilweise aus Mineralöl oder synthetischen Ölen bestehen, einschließlich ölhaltiger Rückstände aus Behältern, Emulsionen und Wasser-Öl-Gemischen.
Es werden drei Altölgruppen unterschieden, die getrennt zu sammeln und zu lagern sind:

1) Altöle, die in einer Zweitraffination wieder aufgearbeitet werden können, z.B. gebrauchte Verbrennungsmotoren- und Getriebeöle, mineralische Maschinen-, Turbinen- und Hydrauliköle sowie andere Altöle, soweit sie nicht mehr als 20 mg/kg PCB (bestimmt als 4 mg/kg PCB mittels festgelegtem Untersuchungsverfahren) oder 2 g/kg Gesamthalogen enthalten

2) Altöle, wie z.B. Metallbearbeitungsöle und Isolieröle auf Mineralölbasis, die mit höheren Schadstoffgehalten verunreinigt sind, aber in zugelassenen Anlagen – die den Vorschriften des Bundes-Immissionsschutz-Gesetzes entsprechen – verbrannt werden dürfen

3) Altöle, die als Sonderabfall entsorgt werden müssen, wie z.B. Kleinmengen unbekannter Herkunft und alle aus dem Untertagebau stammenden Hydraulikflüssigkeiten sowie andere gebrauchte Öle, soweit sie nicht den Gruppen 1 und 2 angehören – siehe AbfG –

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Benzin
Gasoline

Benzine sind Kohlenwasserstoffe des Erdöles, die im Siedebereich von ca. 25 °C bis ca. 215 °C liegen.

a) Rohbenzine (Naphtha) sind bestimmte Destillate des o.a. Siedebereiches. Sie sind Ausgangsprodukte für die Petrochemie. Durch thermische Spaltung (Pyrolyse) entstehen Zwischenprodukte, wie z.B. Ethylen, Propylen, Buten (Butylen) usw.

b) Spezial- und Testbenzine für verschiedenste Anwendungsgebiete wie: Petrolether als Extraktionsmittel für analytische Zwecke: DIN 51630
Siedegrenzenbenzine als Lösungsmittel, Reinigungsmittel usw.: DIN 51631
Testbenzine als Lösungs- und Verdünnungsmittel: DIN 51632
Wetterlampenbenzin für Untertagebetrieb: DIN 51634
FAM-Normalbenzin für chemische präparative und analytische Zwecke: DIN 51635

c) Motorenbenzine (im Sprachgebrauch) nach spezieller Raffinerietechnik hergestellte Ottokraftstoffe (Vergaserkraftstoffe) zur Verwendung in Ottomotoren. Dieses sind ketten- und ringförmige Kohlenwasserstoffgemische mit einem Siedebereich von ca. 35 °C bis 215 °C. Ottokraftstoffe sind spezifiziert nach DIN EN 228.

d) Flugturbinenkraftstoffe sind Kraftstoffe für Strahltriebwerke (Düsen, Turbinen) mit bestimmten Siedebereichen und speziellen Anforderungen, z.B.: DIN 51403, 51415, 51 421 und 51799 sowie JP 1, 4, 5 und 8
– siehe auch Kerosin –

e) Flugkraftstoffe sind Flugbenzine für Flugzeuge mit Kolbenmotoren – überwiegend für Sportflugzeuge – mit speziellen Anforderungen: DIN 51415 und 51421

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CCMC
Committee of Common Market Automobile Constructors

Zusammenschluß der europäischen (EG) Automobilhersteller.
CCMC besteht nicht mehr. Nachfolgeorganisation ist ACEA
– siehe ACEA –

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Destillation
Destillation

bei der Destillation von Rohölen und Mineralölvorprodukten werden die verschiedenen Kohlenwasserstoffgemische in Fraktioniertürmen nach Verdampfung und nachfolgender Kondensierung, d.h. physikalischer Trennung, in bestimmte Siedebereiche (Fraktionen) aufgeteilt. Es werden zwei Destillationsarten unterschieden:

a) Atmosphärische Destillation – das bis auf max. 360 °C aufgeheizte Rohöl wird in den Fraktionierturm eingeleitet. Die nach oben strömenden Kohlenwasserstoffgase kondensieren dann in übereinander angebrachten Glockenböden. Mehrere Glockenböden, sogenannte Fraktionen (Siedebereiche), werden dann zusammengefaßt abgezogen. Die Produkte der atmosphärischen Destillation sind: Leicht- und Schwerbenzin, Petroleum, leichtes und schweres Gasöl sowie ein Rückstand

b) Vakuumdestillation – der Rückstand der atmosphärischen Destillation wird auch auf ca. 360 °C erhitzt und in einen Fraktionierturm (Vakuumdestillationskolonne) mit Vakuum geleitet. Die Produkte sind verschiedene Schmieröldestillationsfraktionen, wie z.B. Spindelöle leicht und schwer, Maschinenöle leicht und schwer, Zylinderöle sowie ein Vakuumrückstand zur Herstellung von Brightstock, Bitumen, schwerem Heizöl usw.

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Erdöl
Petroleum Crude

im Erdinnern in porösen Speichergesteinen (Erdöllagerstätten), aus tierischen und pflanzlichen Fetten mittels Temperatur und Druck sowie katalytischen Wirkungsmechanismen entstandenes Kohlenwasserstoffgemisch mit geringen Anteilen an Sauerstoff, Schwefel, Stickstoff und Metallen; man unterscheidet paraffinbasisches, naphthenbasisches und gemischtbasisches Erdöl

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Festschmierstoff
Solid Lubricant

wird meist nur für Schmierungsaufgaben unter extremen Bedingungen (z.B. beim Betrieb im Mischreibungsgebiet) eingesetzt und benötigt. Die bekanntesten Festschmierstoffe sind Graphit, Molybdändisulfid, verschiedene Kunststoffe (z.B. Polytetrafluorethylen), Schwermetallsulfide usw. Die Verwendung erfolgt direkt als Pulverform, in Suspensionen, Pasten, Metallfilmen, Lacken und Kunststoffen. Bestimmung der Festschmierstoffe: DIN 51831 T 1/T 2, 51832

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Gefahrklasse
Danger Risc Class

Einteilung der brennbaren Flüssigkeiten nach folgenden Gruppen

Gruppe A:

Flüssigkeiten, die einen Flammpunkt nicht über 100 °C haben und hinsichtlich der Wasserlöslichkeit nicht die Eigenschaften der Gruppe B aufweisen, und zwar

Gefahrklasse I:

Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt unter 21°C: DIN 51755

Gefahrklasse II:

Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt von 21 bis 55 °C: DIN 51755

Gefahrklasse III:

Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt von über 55 bis 100 °C: DIN 51758

Gruppe B:

Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt unter 21 °C, die sich bei 15 °C in jedem beliebigen Verhältnis in Wasser lösen oder deren brennbare flüssige Bestandteile sich bei 15 °C in jedem beliebigen Verhältnis in Wasser lösen.

Vorschriften von brennbaren Flüssigkeiten (VbF) für Lagerung, Transport, Kennzeichnung usw. beachten

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Heizöl
Heating Oil / Fuel Oil

ist ein flüssiger Brennstoff, der für den Betrieb von unterschiedlichen Feuerungsanlagen und Brennzwecken geeignet sein muß.

Heizöl EL ist ein extra leichtflüssiger Brennstoff, der aus Kohlenwasserstoffen (Mitteldestillat) besteht. Kohlenwasserstofflösliche Wirkstoffe können enthalten sein: DIN 51603 T 1

Heizöl L, T und M sind flüssige Brennstoffe aus Erdöl, Schieferöl, Steinkohlen- oder Braunkohlenteeren: DIN 51603 T 2

Heizöl S ist ein schwerflüssiger Brennstoff aus der Verarbeitung von Mineralöl- und Mineralölprodukten: DIN 51603 T 3

Heizöl ZT und C sind flüssige Brennstoffe aus der Verarbeitung von Schieferöl, Aromatenfraktionen, Steinkohlen- und Braunkohlenteeren: DINE 51603 T4

Heizöl SA ist ein schwerflüssiger schwefelarmer Brennstoff aus der Verarbeitung von Mineralöl und Mineralölprodukten

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Heizwert
Heating Value

H (Hu), Wärmemenge (Energiemenge: J/g; kJ/kg; kJ/m3), die durch die Verbrennung eines Stoffes frei wird – siehe Tabelle –:

Der Unterschied zum Brennwert ist nur vom Wasserstoffgehalt abhängig. Das bei der Verbrennung entstandene Wasser verläßt beim Brennwert die Feuerung flüssig und beim Heizwert dampfförmig. DIN 5499; DIN 51900 T 1/T 2/T 3

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Hydrauliköl
Hydraulic Oil

alterungsbeständige, dünnflüssige, nichtschäumende, hochausraffinierte Druckflüssigkeit aus Mineralöl und/oder Syntheseöl

mit tiefem Stockpunkt für den Einsatz in Hydraulikanlagen, vorwiegend mit hydrostatischem Antrieb; sie dürfen in Hydraulikanlagen mit hydrodynamischem Antrieb verwendet werden, soweit sie den Anforderungen dieser Antriebe entsprechen

HL

sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes und der Alterungsbeständigkeit: DIN 51524 T 1

HLP

sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit sowie zur Verminderung des Freßverschleißes im Mischreibungsgebiet: DIN 51524 T 2, VDMA 24318

HVLP

sind Hydrauliköle (Druckflüssigkeiten) aus Mineralölen mit Wirkstoffen zum Erhöhen des Korrosionsschutzes, der Alterungsbeständigkeit, zur Verminderung des Freßverschleißes im Mischreibungsgebiet sowie zur Verbesserung des Viskositäts-Temperatur-Verhaltens: DIN 51524 T 3

HLPD

sind Hydrauliköle mit detergierenden Zusätzen

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ISO-Klassifikation für Schmierstoffe, Industrieöle und verwandte Erzeugnisse (Klasse L)
ISO - Lubricants, industrial oils and related products (class L); Classification

diese Klassifikation besteht aus 18 Familien, denen die Erzeugnisse entsprechend ihrer Anwendung so zugeordnet sind, daß – soweit wie möglich – alle Anwendungsfälle für Schmierstoffe, Industrieöle und verwandte Erzeugnisse erfaßt sind; übersicht in DIN ISO 6743 Teil 0

Gegenüberstellung der Familien-Kennbuchstaben nach ISO 6743/0 und der Kennbuchstaben nach DIN 51502

Kenn- Anwendung buchstaben Hinweis auf Folgeteil mit ins einzelne gehender Klassifikation nach ISO 6743 Kennbuchstaben nach DIN 51502/8.90 Tabelle 1 und 8
A Verlustschmierung Teil 1 AN, B
B Schalung und Formen 1) FS
C Getriebe Teil 62) C, Hyp
D Verdichter (einschließlich Kälteerzeugung und Vakuumpumpen) Teil 3 A/B K, V
E Verbrennungsmotoren 1) HD
F Spindellager, Lager, sowie Lager in Verbindung mit Kupplungen Teil 2 C
G Gleitbahnen Teil 13 CG
H Hydraulische Systeme Teil 4 H, HV, HF, ATF
M Metallbearbeitung Teil 7 S, W
N Elektrische Isolation 1) J
P Druckluftwerkzeuge Teil 11 D
Q Wärmeübertragung Teil 12 Q
R Zeitweiliger Korrosionsschutz Teil 8 R
T Turbinen Teil 5 TD
U Wärmebehandlung 2) L
X Anwendungen, die Schmierfette erfordern Teil 9 K, G, OG, M
Y Andere Anwendungen Teil 10 F
Z Dampfzylinder 1) Z
  1. In Vorbereitung
  2. z.Z. Entwurf (ISO/DIS)

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Klopffestigkeit
Anti Knock Properties

sie gibt das Verhalten (Widerstand) eines Ottokraftstoffes gegen Selbstentzündung bei der Verbrennung im Motor an: DIN 51756 T 1 bis T 6, ROZ (Research-Oktanzahl), MOZ (Motor-Oktanzahl), FOZ (Front-Oktanzahl), SOZ (Straßen-Oktanzahl)

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Kohlenwasserstoff
Hydrocarbon

chemische Verbindung (Molekül), die überwiegend aus den Elementen Kohlenstoff und Wasserstoff besteht; Paraffine

(Alkane), Naphthene (Cykloalkane), Aromaten, Olefine (Alkene, Alkine), Komplex-Kohlenwasserstoffe usw.

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Kühlschmierstoff
Metal Working Fluid

Schmierstoff zum Kühlen und Schmieren beim Trennen und teilweise beim Umformen von Werkstoffen; DIN 51385 teilt ein in

Kühlschmierstoff

  1. Nichtwassermischbarer Kühlschmierstoff
  2. Wassermischbarer Kühlschmierstoff

a.Emulgierbarer Kühlschmierstoff
b.Wasserlöslicher Kühlschmierstoff

  1. Wassergemischter Kühlschmierstoff
  1. Kühlschmier-Emulsion (Öl-in-Wasser)
  2. Kühlschmier-Lösung

Prüfung der Korrosionsschutzeigenschaften: DIN 51360 T 1/2; Beständigkeit der Emulgierbarkeit: DIN 51367; Bestimmung des mit Säure abscheidbaren Anteils: DIN 51368, pH-Wert: DIN 51369

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Leichtlauf-Öl
Fuel Economy Oil

KFZ-Motoren- oder Getriebeöle, die gegenüber konventionellen, z.B. 15W-40 Motorenölen oder 80W-90 Getriebeölen im Betrieb durch Reibungsverminderung Kraftstoff einsparen, ein besseres Anspringen der Motore im Tieftemperaturbereich ermöglichen und eine schnellere Durchölungszeit bei den verschiedenen Aggregaten gewährleisten. Sogenannte Fuel-Economy-Öle bzw. Fuel Efficient Oils. Die Reibungsverminderung kann erreicht werden durch Herabsetzen der Viskosität, Verwendung bestimmter synthetischer Grundöle und/oder den Zusatz von reibungsvermindernden Wirkstoffen. Anforderungen an Leichtlaufmotorenöle gemäß ACEA-Spezifikation A1, B1, E1, API in Verbindung mit EC - Anforderungen)

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Mehrbereichs-Motorenöl und -Getriebeöl
Multigrade Engine and Gear Oil

Schmieröl, das durch sehr gutes Viskositäts-Temperatur-Verhalten für den ganzjährigen Einsatz in Kraftfahrzeugen gedacht ist; es überdeckt mehrere SAE-Klassen, für Mehrbereichs-Motorenöle: 5W-30; 10W-30; 10W-40; 15W-40; 15W–50 usw., VI ca. 130 bis 170; für Mehrbereichs-Getriebeöle: 75W-90; 80W-90; 85W-140 usw., VI ca. 115 bis 170

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Mehrzwecköle
Multi Purpose Oils

dieses sind Industrieschmierstoffe, die durch spezielle Additivierungen die Anforderungen verschiedener Werkzeugmaschinen-Aggregate genauso erfüllen, wie die Anforderungen, die an Schneidöle usw. zu stellen sind. Sie können daher, sofern die Aggregateanforderungen erfüllt werden, als Getriebeöle, Bettbahnöle, Schneidöle, Hydrauliköle in Zentralschmieranlagen usw. eingesetzt werden

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Mehrzweckgetriebeöle
Multi Purpose Gear Oils

können für Schalt-, Zusatz-, Hypoidgetriebe usw. in Kraftfahrzeugen, Traktoren und Baumaschinen eingesetzt werden, sofern sie die geforderten MIL-Spezifikationen bzw. API-Klassifikationen erfüllen; gute Verträglichkeit der verschiedenen Wirkstoffe (Additive) mit Dichtungen, Buntmetallen usw. muß gegeben sein

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Oktanzahl (OZ)
Octane Number

sie ist eine Maßzahl für die Klopffestigkeit eines Ottokraftstoffes, kennzeichnet das Verhalten des Kraftstoffes bei der Verbrennung im Motor. Ausreichende Klopffestigkeit eines Kraftstoffes ist die Voraussetzung für einen normalen Verbrennungsablauf – siehe Klopffestigkeit –; Bezugskraftstoffe sind: n-Heptan mit OZ = 0 und Iso-Oktan mit

OZ = 100, Bestimmung: DIN 51756 T 1 bis T 6

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Polyalphaolefine (PAO)
Polyalpha Olefine

sind synthetische Kohlenwasserstoffe (spezielle Iso-Paraffine mit kurzen Haupt- und langen Seitenketten), die mittels Hydrocracking-Verfahren aus Paraffin-Gatsch unter Verwendung einer bestimmten Katalysator-Technologie (Polymerisation und Copolymerisation von niederen Olefinen) hergestellt werden

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Raffination
Refining

die Kohlenwasserstoffe enthalten nach Destillation und Vakuumdestillation noch Verbindungen mit Schwefel, Sauerstoff, Stickstoff sowie andere Verunreinigungen; diese werden bei nachfolgender Raffination durch chemisch-physikalische Verfahren unter Verwendung von Lösungsmitteln oder Säuren von den Kohlenwasserstoffen getrennt; es wird dadurch eine wesentliche Qualitätsverbesserung erreicht

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Schlammbildung
Sludge Formation

Alterung von Mineralölen; durch den Einfluß von Luft und Wasser kann es bei Mineralölprodukten zur Bildung von Oxidationsstoffen und zur Polymerisation kommen; bei starkem Anfall werden diese Oxidationsprodukte nicht mehr im Öl dispergiert, fallen aus und bilden Schlamm; bei modernen Magerkonzept-Ottomotoren kann unter bestimmten Voraussetzungen ein schwarzer Schlamm (sogenannter Schwarzschlamm) entstehen. Einflußfaktoren können sein: Motortyp, Betriebsbedingungen, Stickoxidbildung, Kraftstoff, Motorenölkonzeption, Ölwechselintervalle, Ölmenge, Ölverbrauch usw.; für Motorenöle gibt es spezielle motorische Schlammteste

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Schmierfähigkeit
Lubricity / Oiliness

kennzeichnet die Tragfähigkeit des Schmierfilmes eines Schmierstoffes; stets muß sie auf konkrete Bedingungen bezogen werden, wie: Reibungsart, Reibungszustand, Werkstoffpaarung der reibenden Körper, Schmierung der Berührungsflächen, Flächenbelastung, Geschwindigkeit und Temperatur; z.B. ist bei flüssiger Reibung ausschließlich die Viskosität für die Tragfähigkeit maßgebend, bei Grenzreibung dagegen auch die Fähigkeit der Freßverhinderung mit Hilfe von EP-Wirkstoffen; es gibt aus diesen Gründen kein einheitliches Maß für die Schmierfähigkeit

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Schmierfette
Lubricating Greases

sind konsistente Gemische aus Dickungsmitteln und Ölen; man unterscheidet:

a) Metallseifen-Schmierfette (Kalk-, Al-, Ba-, Li-, Na-, Pb- und Komplexseifen-Schmierfette usw.), die sich aus Fettsäuren und Laugen als Metallseifen (Dickungs- oder Quellmittel) und Schmierölen zusammensetzen; Metallseifen, Schmieröle und Herstellungsprozeß bestimmen die Struktur, Konsistenz, Gebrauchseigenschaft, Einsatzart usw.

b) seifenfreie Schmierfette mit anorganischen Gelbildnern (Kieselgel, Silikagel, Bentonit usw.) oder organischen

Dickungsmitteln (Polyethylen, Polypropylen, Polyharnstoffen usw.) und Schmierölen

c) synthetische Schmierfette, die sich aus organischen oder anorganischen Dickungsmitteln und Syntheseölen (Ester-, Silikon-, Polyglykol-, Polyphenyletherölen usw.) zusammensetzen

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Schmierstoffe
Lubricants

haben die Aufgabe, bei gleitendem oder rollendem Kontakt zweier sich aufeinander bewegender Punkte, Linien oder Flächen Reibung und Verschleiß zu vermindern; man unterscheidet flüssige, plastisch-feste, feste und gasförmige Schmierstoffe (Schmiermittel)

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Schmierstoff-Einteilung nach DIN 51502

Stoffgruppe Stoffart, Anwendung Kenn-
buchst.
Festgelegt in (DIN)
für
Mineralöle Schmieröl N (Normalschmieröle) AN 51501 AN
Öle ATF(Automatic Transmission Fluid) ATF
Schmieröl B (z.B. bitumenhaltig) B 51513 BA,
BB,
BC
Schmieröl C (Umlaufschmieröle) C 51517 T1-3 C,
CL,
CLP
Schmieröl CG (Gleitbahnöle) CG
Schmieröl D (Druckluftöle) D
Öle F (Luftfilteröle) F
Öle FS (Formentrennöle) FS
Hydrauliköle H H 51524 T 1/2 HL,
HLP
Hydrauliköle HV 51524 T 3 HVLP
Öle HD (Motorenschmieröle) HD
Öle Hyp (Schmieröle für KFZ-Getr.) Hyp
Öle J (Isolieröle elektrisch) J 57370 JA,
JB
Schmieröl K (Kältemaschinenöle) K 51503 KA.,
KC
Öle L (Härte- u. Vergüteöle) L
Öle Q (Wärmeträgeröle) Q 51522
Öle R (Korrosions- schutzöle) R
Öle S (Kühlschmierstoffe) S
Schmier- und Regleröle TD 51515 T1 TD
Schmieröle V (Luftverdichteröle) V 51506 VB,
VC,
VBL,
VCL,
VDL
Öle W (Walzöle) W
Schmieröle Z (Dampfzylinderöle) Z 51510 ZA,
ZB,
ZD
Schwer
entflamm- bare
Hydraulik-
flüssigkeiten
Öl-in-Wasser-Emulsionen HFA 24320 HFAE,
HFAS
Wasser-in-Öl-Emulsionen HFB
Kohlen- wasser-
stoffe HC
Wäßrige Polynerlösungen HFC
Wasserfreie Flüssigkeiten HFD HFDR,
HFDS,
HFDT,
HFDU
Syntese- oder Teilsyntese-
flüssigkeiten
Synthetische
Ester, organisch E
Perfluor-Flüssigkeiten FK
Synthetische Kohlenwasserstoffe HC
Ester oder Phosphorsäure PH
Polyglykolöle PG
Siliconöle SI
Sonstige X

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Synthetische Schmierstoffe
Synthetic Lubricants

sind für besondere technische Anwendungsgebiete und spezielle Anforderungen entwickelt worden. Sie werden bisher meist (mit einigen Ausnahmen) nur für Sonderzwecke verwendet, wie z.B. bei Anforderungen wie Feuerresistenz, Hochtemperaturstabilität, Tieftemperaturverhalten, Resistenz gegen radioaktive Strahlung, Verdampfungsverlust, Oxidationsbeständigkeit (Lebensdauerfüllungen), Hochdruckstabilität, Viskositäts-Temperatur-Verhalten usw.

Die Additiv-Ansprechbarkeit der verschiedenen Synthese-Schmierstoffe ist sehr unterschiedlich und führte zur Entwicklung neuer Additiv-Kombinationen, die teilweise nur für bestimmte synthetische Schmierstoffe verwendet werden können. Verwendung finden folgende Synthese-Schmieröle:

Polyalkylenglykole, synthetische Kohlenwasserstoffe (z.B. Polyalphaolefine, Dialkylbenzole, Polyisobutylene), Dicarbonsäure- und Polyol-Ester, Phosphorsäure-Ester, Silikone, Polyphenylether, Fluorkohlenwasserstoffe usw.

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Viskosität
Viscosity

(Zähigkeit) ist die Eigenschaft einer Flüssigkeit, der gegenseitigen laminaren Verschiebung (Verformung) zweier benachbarter Schichten einen Widerstand (innere Reibung, Schubspannung) entgegenzusetzen: DIN 1342, DIN 51550, DIN ISO 3104

Die Einheit der Dynamischen Viskosität h ist die Pascalsekunde (Pa · s = 1 Ns/m2)

1 m Pa · s = 10–3 Pa · s = 1 cP

Die Einheit der Kinematischen Viskosität n ist mm2/s

1 mm2/s = 1 cSt

Unter Einwirkung der Schwerkraft ist die Kinematische Viskosität n das Verhältnis von Dynamischer Viskosität h und Dichte r (d.h. z.B. im Fall des freien Fließens Messung mittels einer Kapillaren)

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Viskositätsindex (VI)
Viscosity Index

er ist eine rechnerisch ermittelte Zahl einer konventionellen Skala, welche die Viskositätsänderung eines Mineralöl- bzw. Syntheseöl-Erzeugnisses mit der Temperatur charakterisiert. Ein hoher Viskositätsindex kennzeichnet eine geringere Änderung der Viskosität mit der Temperatur als ein niedrigerer Viskositätsindex und umgekehrt. Berechnung des VI aus der kinematischen Viskosität: DIN ISO 2909, ASTM D 2270

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Wassergefährdungsklasse (WGK)
Water Polluting Category, Water Polluting Class

Die Kommission Bewertung wassergefährdender Stoffe (KBwS) erarbeitete den Katalog wassergefährdender Stoffe.

Die Einteilung erfolgt in 3 Wassergefährdungsklassen. Für die Beurteilung werden u.a. die Eigenschaften akute und orale Säugetiertoxizität, akute Bakterientoxizität, akute Fischtoxizität und biologisches Abbauverhalten herangezogen.

Weitere Kriterien sind: Die chemisch-physikalischen Eigenschaften, wie z.B. Flüchtigkeit, Löslichkeit, Mischbarkeit und Eliminations- und Verteilungsmechanismen.

Am 01. Juni 1999 ist die z.Z. gültige, neue VwVwS (Verwaltungsvorschrift wassergefährdende Stoffe) in Kraft getreten. Die VwVwS bestimmt die Stoffe näher, welche geeignet sind, nachhaltig die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Wasser nachteilig zu verändern.

Die VwVwS stuft die Stoffe aufgrund physikalischer, chemischer und biologischer Eigenschaften entsprechend ihrer Gefährlichkeit, in die folgenden Wassergefährdungsklassen (WGK) ein.

WGK 3: stark wassergefährdend

WGK 2: wassergefährdend

WGK 1: schwach wassergefährdend

Ist ein Stoff nicht in der Stoffliste der VwVwS einer Wassergefährdungsklasse zugeordnet, ist seine Wassergefährdung mittels einer Punktbewertung über die R-Sätze der Gefahrstoffverordnung zu bestimmen. Jedem anzuwendenden R-Satz ist eine bestimmte Punktzahl zugeordnet. Die sich ergebende Gesamtpunktzahl ist wie folgt den Wassergefährdungsklassen zuzuordnen:

0 bis 4 Punkte: WGK 1,

5 bis 8 Punkte: WGK 2,

9 und mehr Punkte: WGK 3.

Darüber hinaus werden einige Stoffe als nicht wassergefährdend eingeordnet, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

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Zweitakt-Motorenöle
Two Stroke Engine Oils

für die Schmierung von Zweitakt-Ottomotoren unterscheidet man je nach Motorart, Einsatz, Schmierungssystem, Mischbarkeit, Mischungsverhältnis, Korrosionsschutz, Reinigungswirkung, biologischer Abbaubarkeit usw. folgende Zweitakt-Motorenöle:

a) selbstmischende (vorgelöst),

b) nicht selbstmischende (nicht vorgelöst) für Frischöl-Automatik (Frischölschmierung)

c) Außenbordmotorenöle (Outboardöle).

Eingeteilt sind die Zweitaktöle in drei API-Leistungskategorien TA, TB, TC für Mopeds, Motorroller, Motorräder usw. sowie für sonstige Landgeräte

Für wassergekühlte Zweitakt-Außenbordmotoren gelten die Leistungskategorien nach API,

TD bzw. nach NMMA (National Marine Manufacturers Association) TC-W (bis 1992), TC-W II (ab 1993) und TC-W 3

Darüber hinaus gibt es die JASO Spezifikationen: FA, FB und FC für Motorenöle mit geringer Sulfatasche für luftgekühlte Zweitaktmotoren

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Zweitraffinate

Rerefined Oils

bestimmte gebrauchte Schmieröle (Altöle), die in einer Raffinerie zu Zweitraffinaten aufgearbeitet werden (Entwässerung, Reinigung, Destillation, Raffination, Mischung, Additivierung, usw.); können je nach Qualität der Verfahrenstechnik Eigenschaften wie Erstraffinate aufweisen

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