Thema 3

Import von Erneuerbaren Energien in Form von PtX sichert Wohlstand

Das „Fraunhofer-Barometer der Energiewende“ des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE bewertet jährlich den Stand der deutschen Energiewende. Der aktuelle Bericht zeigt, dass im Jahr 2050 nur gut die Hälfte (Bruttomenge) des für die Deckung des Endenergiebedarfs benötigten Grünstroms hierzulande gewonnen werden kann, der Rest muss im Ausland erzeugt und in Form von Wasserstoff oder PtX-Erzeugnissen nach Deutschland importiert werden:

Barometer der Energiewende 2020

So wird laut IEE der Netto-Endenergiebedarf in Deutschland bei 2.000TWh liegen. Um diesen klimaneutral decken zu können, werden 1.780TWh Bruttostrom aus erneuerbaren Quellen benötigt. Hierzulande können brutto rund 900TWh grünen Stroms erzeugt werden, die Differenz von 880TWh zur Deckung des Bruttostrombedarfs muss aus dem Ausland importiert werden, da das Ausbaupotential für Wind- und Sonnenenergie in Deutschland begrenzt ist.

PV-Systeme

UNITU fordert daher eine Importstrategie für Erneuerbare Energien aus ausländischen Erzeugungsstandorten!

Insgesamt stehen global gesehen unendlich viel erneuerbare Energien in Form von Sonne und Wind zur Verfügung. Mit PV-Systemen auf einer Wüstenfläche von etwa 1.000km mal 1.000km in Nordafrika könnte eine Strommenge erzeugt werden, die bilanziell den heutigen weltweiten Primärenergiebedarf deckt.

Das Problem:

  • Die weltweite Verteilung dieser Erneuerbaren Energien ist höchst ungleich. Auch in Deutschland ist die Grünstromproduktion stark saisonal geprägt: Der EE-Stromanteil ist im Sommer hoch, aber nicht im Winter, wo die Nachfrage besonders groß ist.
  • Der Transport des Stroms per Kabel ist zu teuer und löst das Speicherproblem nicht.
  • Es ist nicht absehbar, welche Speicherkapazitäten hierzulande aufgebaut werden müssten. Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass Speicherkapazitäten in der Größenordnung von 180 GW Leistung und 720 GWh Kapazität errichtet werden müssten, um den Strombedarf an einem durchschnittlichen Wintertag in Deutschland auch nur für einen halben Tag aus Stromspeichern decken zu können.

Ohne den Import grüner Energie droht Deutschland ein deutliches Verfehlen seiner klimapolitischen Ziele und es würde der Wirtschaftsstandort Deutschland massiv gefährdet werden und der Wohlstand der Menschen in Frage gestellt!

Die Lösung:

E-Fuels als flüssige Energieträger sind eine technisch und ökonomisch sinnvolle Lösung, Erneuerbare Energie nach Deutschland zu importieren. Sie erlauben es, grünen Strom aus sonnen- und windreichen Regionen der Welt in flüssiger Form zu speichern und zu uns zu transportieren. Sie entlasten damit die deutsche Grünstromproduktion, die sich auf die Versorgung von Industrie, Gewerbe und Privathaushalte konzentrieren kann.

UNITI fordert

Die vollständige regulatorische Anerkennung von E-Fuels als Beitrag zur deutschen Energiewende und zur Lösung der Energiewende im Verkehr.